DIR - ein Überblick

DIR - ein Überblick Zeichnungen von Danny Beiert, Idee in Anlehnung an dirQuest 1999
 

DIR kommt aus dem englischen und ist das Akronym für Doing-It-Right, also "es richtig machen". DIR ist ein GESAMT-System aus Mensch, Equipment, Einstellungen und Verfahren…“ 
Michael Waldbrenner (Pushtaucher der EKPP (European Karst Plain Project) und Gründungsmitglied der DIR-GERmany)

Den Ursprung des heutigen DIR findet man im minimalistischen „Horgathian Style“, welches von der amerikanischen Höhlentauchergruppe der WKPP (Woodville Karst Plain Project) aufgenommen und als DIR- System weiterentwickelt wurde. Bei DIR geht es im Wesentlichen um Einstellungen und Werte und nicht um eine bestimmte Ausrüstung, auch wenn das viele Leute denken. Es steht für Umweltbewusstsein, Teamwork, eine hochoptimierte Ausrüstung und ein hohes Maß an Sicherheit.

Die Herangehensweise- „das machen wir dann schon irgendwie“ halten wir für unnötig und auch gefährlich. Ab dem ersten Moment sehen wir genau hier die große Stärke von „ Doing it Right“ und folgen seither diesem Weg.

Es ist uns wichtig zu verstehen, dass wir DIR tauchen weil es richtig ist
und nicht, dass wir behaupten DIR sei richtig weil wir so tauchen.

In dem Moment, in dem man einen Erstkontakt mit dem Sporttauchen hat oder als Taucher beginnt, sich für technisches Tauchen zu interessieren, ist man mitunter auch sehr schnell überfordert. Die angebotene Vielfalt der unzähligen und unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenstände und die große Zahl der damit möglichen Ausrüstungskonfigurationen ist irgendwie... erdrückend, gigantisch, fast nicht zu erfassen, einfach riesig.

Das Bemerkenswerte am DIR „Paket“ ist, dass es so einfach und minimalistisch gestaltet ist! Genau DAS beginnt ab dem ersten Moment und es ist nicht schwer zu erkennen, was am Ende das Taucherlebnis entspannter, lustiger und natürlich viel sicherer macht.

Die beste Tauchausrüstung ist auch selten die teuerste. Das DIR System ist bis zum kleinsten Knoten durchdacht und entwickelt sich auch weiter. Das Rad muss man deswegen nicht neu erfinden und es ist erstaunlich wie leicht es ist, seine Ausrüstung bedienen zu können, ohne viel nachdenken zu müssen, da alles genau an seinem richtigen Platz sitzt.

Um ein sicherer und kompetenter Taucher zu werden und zu bleiben, muss man einige Dinge allerdings auch immer wieder einmal üben. Du kannst immer an Deiner Flossentechnik arbeiten, Trimm oder Tarierung verbessern, Wasser aus der gefluteten Maske ausblasen oder das Bedienen der Ventile üben. Die Boje wieder einmal setzen, den sicheren Umgang mit dem Spool verfeinern, eine Distanz rückwärts flösseln. Wenn Du regelmäßig ein paar kleine Skills in den Tauchgang mit einbaust bedeutet das auch, dass Du Deine eigenen erlernten Fähigkeiten erhältst.

Es ist schlichtweg nicht erforderlich, dass man sich mit steigender Qualifizierung auch immer wieder einer neuen Ausrüstungskonfiguration stellen muss.